Walther-Straub-Institut für Pharmakologie und Toxikologie
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AG Schredelseker: Kardiale Pharmakologie

Leitung: Johann Schredelseker, PhD

Arbeitsgruppenmitglieder: Maria Schweitzer, M.Sc.,  Simon Huber, cand. med.,  Brigitte Mayerhofer, TA,  Kira Alicia Steinhorst, cand. med.,  Fabiola Wilting, M. Sc.,  Paulina Sander, BSc

English - Schredelseker Lab

Das Labor für's Herz

Das Schredelseker Labor beschäftigt sich mit der Physiologie und Pathophysiologie des Herzmuskels. Unser Lieblingselement ist dabei das Kalzium: Kontraktion und Rhythmik des Herzmuskels werden primär über intrazelluläres Kalzium gesteuert und Störungen im Kalziumhaushalt der Herzmuskelzellen können daher zu Krankheiten wie Herzinsuffizienz und Herzrhythmusstörungen führen. Um die Kalziumflüsse in der Zelle exakt aufeinander abstimmen und präzise regulieren zu können, verfügen Herzmuskelzellen über ein ausgeklügeltes Netzwerk an subzellulären Strukturen und Proteinen. Dieses Netzwerk stellt aufgrund der starken Assoziation von zellulärem Kalzium mit kardialen Erkrankungen eine wichtige pharmakologische Zielstruktur dar.

Einen bislang noch unvollständig verstandenen Bestandteil dieses Netzwerks bilden die Mitochondrien. Fast ein Drittel des Volumens einer Herzmuskelzelle wird von Mitochondrien ausgefüllt, die in erster Linie dafür zuständig sind, der hart arbeitenden Muskelzelle genügend Energie zur Verfügung zu stellen. Kardiale Mitochondrien haben aber außerdem ein sehr hohes Potential, Kalzium aus der Zelle aufzunehmen, und stehen in engem direktem Kontakt mit dem sarkoplasmatischen Retikulum, dem Haupt-Kalziumspeicher der Zelle. Störungen der Interaktion zwischen den Mitochondrien und dem sarkoplasmatischen Retikulum sind mit vielen kardialen Erkrankungen wie Herzinsuffizienz, Arrhythmien und Reperfusionsschäden assoziiert. Trotz dieser Assoziation sind die molekularen Mechanismen der zellulären Kalziumregulation durch Mitochondrien allerdings weitgehend unbekannt, genauso deren physiologische Funktion.

Ziel unserer Forschung ist es herauszufinden, inwieweit mitochondriales Kalzium sich als Angriffspunkt für pharmakologische Intervention bei der Behandlung von Herzkrankheiten eignet, entsprechende Medikamente zu entwickeln, und dann die Welt zu retten.